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Kräuter Deko

Christian-Morgenstern-Abend

Sonnabend, 28. Juni 2019, 19 Uhr
"Es war einmal ein Lattenzaun, mit Zwischenraum, hindurchzuschaun ..." Ein Christian-Morgenstern-Abend.

Kulinarische Lesung.
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Christian Morgenstern (1871-1914), Foto: Ziegelhof-Archiv
"Ein Wiesel saß auf einem Kiesel ...", "Weil, so schließt er messerscharf, nicht sein kann, was nicht sein darf.", "Es war einmal ein Lattenzaun, mit Zwischenraum, hindurchzuschaun..." - Zeilen von Christian Morgenstern, die viele von uns kennen. Vor allem seine hintergründig humorvollen Gedichte haben es Michael Müller-Scheffler angetan. Er liest an diesem Abend aus den "Galgenliedern", "Palmström" und anderen Veröffentlichungen, auch "Das große Lalula", nicht aber "Fisches Nachtgesang".

Christian Morgenstern, 1871 in München geboren, Vater und beide Großväter Landschaftsmaler, unbeschwerte Kindheit bis zum Tode seiner Mutter 1881, Erziehung beim Patenonkel in Hamburg, Internat in Landshut, Gymnasium in Breslau. Hier gewann er in Friedrich Kayssler und Fritz Beblo zwei lebenslange Freunde, und er verfasste mehrere Werke, die jedoch nicht mehr erhalten sind.

Für die Offizierslaufbahn, die sein Vater für ihn vorgesehen hatte, schien Christian Morgenstern nicht viel Begeisterung aufgebracht zu haben. Später lebte er in Berlin und finanzierte seinen Lebensunterhalt durch die Mitarbeit an der „Freien Bühne“ und der „Täglichen Rundschau“. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit übersetzte er Hendrik Ibsens Werke aus dem Norwegischen.

Sehr bekannt sind die Gedichte von Christian Morgenstern, die in zahlreichen Bänden erschienen sind. Die „Galgenlieder“, voller hintergründigem Humor und Sprachwitz und zum Teil lehrreich, erschienen 1905. Es ist das wohl bekannteste seiner Werke und verschaffte ihm den literarischen Durchbruch, obwohl es zunächst nicht zur Veröffentlichung gedacht war.

Morgenstern war trotz seines schlechten Gesundheitszustandes häufig auf Reisen. Auf einer dieser Reisen lernte er Margareta Gosebruch kennen, die er zwei Jahre später heiratete. Durch Margareta machte er die Bekanntschaft von Rudolf Steiner und dessen Lehren und trat 1909 in die Anthroposophische Gesellschaft ein. Christian Morgenstern starb am 31. März 1914 in Meran.

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