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Kräuter Deko

Akte One: Graffiti - Kunst mit Buchstaben

Ausstellung vom 5. Februar bis 3. April 2016:
Akte One: Graffiti - Kunst mit Buchstaben.


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Biographie Akte One, (d.i. Mark Marquard)

1978 geboren in Berlin (Ost)
1986 Übersiedlung nach Westdeutschland (Augsburg) mit den Eltern
1989 Rückübersiedlung nach Berlin (Lichterfelde, später Neukölln)
1996 bis 1999 Ausbildung als Schrift- und Lichtreklame-Hersteller
2000 Weiterbildungsstudium zum Web-Designer (Multi Media)
1991 Beginn mit Graffiti-Gestaltung
1998 erste Aufnahmen als Rapper/ Singer/ Musiker/ Songwriter
2008 Beginn der Tätigkeit als Trainer u.a. an Schulen in Berlin (Leistungskurse Graffiti)
2009 arbeitet auch auf Leinwand / Papier und mit Mixed Media
2012 Geburt des Sohnes Bruno Marquardt

Ausstellungen (Auszug)

2016 Einzelausstellung  – Ziegelhof in Zehdenick
2015 Einzelausstellung  „Challenge“ bei Art-consult / Berlin
2014 Gruppenausstellung „Styles and Letters“ – Startkart Urban Art Exhibitions/Zürich
2013 Gruppenausstellung  „Spreebunt“ – Urban Spree/Berlin
2012 Gruppenausstellung  – Königsstadt/ Berlin
         Gruppenausstellung  “Graffiti on Vinyl” – Freiburg
         Gruppenausstellung  “Graffiti on Vinyl” – Zollamt/Stuttgart
2011 Gruppenausstellung  “Hallenkunst 2011” – Chemnitz
         Gruppenausstellung  “Graffiti on Vinyl” – Lebensmittelladen/Magdeburg

Graffiti-Art von Akte One – “Moving out”

Akte one hat sich zu einem der etabliertesten Vertretern der Graffiti-Szene entwickelt.
Sein künstlerischer Werdegang ist, wie bei vielen jungen Leuten, durch die Suche nach einer eigenen Identität geprägt. Durch die Übersiedlung von Ost-Berlin nach Westdeutschland, häufig folgende Ortswechsel und ein sich ständig veränderndes Umfeld hat sich für ihn die Frage verstärkt: „Wozu und wohin gehöre ich? Wer akzeptiert mich?“ Die fehlende Antwort auf diese Fragen lässt viele junge Menschen orientierungslos werden.

Als Akte sich 1991 seiner ersten Graffiti-Gang anschloss, erlebt er endlich die gesuchte Akzeptanz als Persönlichkeit und auch den Schutz der Gruppe. Er entdeckte für sich nach und nach eine zuerst für ihn mysteriöse und geheimnisvolle Welt der selbst gestalteten Bilder und Tags, die ihn bis heute gefangen hält. Akte bemalte Wände und andere Medien in der Hauptstadt und erfuhr, dass er dafür respektiert wurde. Dies Erfahrung teilt er mit vielen Urban Art Künstlern. Auch Schulen haben inzwischen diese Erfahrungen der Graffiti-Szene für sich als pädagogisches Betätigungsfeld erkannt und nutzen sie zur Selbstfindung für ihre Schüler.

Der gelernte Schilder- und Lichtreklame-Hersteller zieht in seiner Bildsprache Parallelen zur Typographie und entwickelt diese nach seinen Vorstellungen weiter. Er gibt sich mit Normalität, dem Erreichten nicht zufrieden. Dazu kommt ein ausgeprägtes Qualitätsempfinden.
 
Der Drang auszubrechen und neue Wege und Ausdrucksmöglichkeiten zu finden, hat Akte von der "Wand" auch auf die Leinwand geführt. Auch seine meist relativ kleinformatigen Leinwandarbeiten sind einerseits von den Erfahrungen seines klassischen Graffiti-Stils geprägt, andererseits experimentiert er mutig. Dies zeigt sich m. E. besonders in Auftragsarbeiten, wo er sich mit Wünschen und Vorstellungen von Auftraggebern, aber auch mit seinen eigenen Ideen auseinandersetzt und diese nicht verleugnet. Er ist, wie man immer wieder sehen kann, diesen Herausforderungen gewachsen, entwickelt seine Ausdrucksmöglichkeiten weiter. Im Dialog über die Arbeiten gibt er auch viel den Betrachtern und hilft dabei, auch andere Graffiti-Künstler zu verstehen.
Diese dialogischen Fähigkeiten kommen auch den Schülern in seinen Graffiti-Kursen an Schulen zugute, die er seit einigen Jahren anbietet. Gerade Schüler haben ein gutes Gefühl für authentische Persönlichkeiten und ein ernsthaftes Bemühen der Lehrenden.

Akte bringt auch viel von seinen Gefühlen in die Arbeit ein, auch deren Wandlungen. Dies ändert aber nicht die Handschrift, die immer erkennbar bleibt. Das Schriftbild ist ihm immer wichtig und in gewisser Weise sein „alter ego“, durch das er kommunizieren und andere inspirieren möchte.
Sein Werk lebt vor allem durch die Formen, Tiefe, Individualität und auch durch seinen Farbenkanon und verfolgt das Ziel, den Betrachter mit in seine Welt zu nehmen und zum Träumen anzuregen.

Akte one bleibt bei auf der Wand, der Leinwand oder seinen Mixed Media-Arbeiten immer der authentische Graffiti-Künstler, der den urbanen Ausdruck und die Charakteristik des Graffiti-Wirtings weiterentwickelt und uns sicher noch viele sehenswerte Überraschungen bereiten wird. 

Art-consult, 2015
Klaus Karl Maxs


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